Wie erwähnt sind wir Mitte September für eine Woche nach
Malle geflogen. Das Hotel war super, direkt am Meer gelegen. Es gab keinen riesigen Komplex sondern viele kleinere Häuser, in denen mehrere Zimmer und
Appartements angeordnet waren. Wir hatten ein schönes
Appartement mit eigenem Wohnzimmer, großem Badezimmer, einer Küche und einem riesigen Balkon. Direkt vor unserem Haus war ein Pool, der allerdings eher von Familien mit kleinen Kindern in Beschlag genommen war. Wir haben uns lieber ein Plätzchen am Hauptpool im Garten des Hotels gesucht (natürlich in der Nähe der Bar, damit wir auch immer gut versorgt waren). Auch das Essen war ganz gut, vor allem die große Auswahl an Fisch und Muscheln und die tollen Paella-Varianten. Besonders aktiv waren wir nicht, immerhin habe ich ein paarmal beim
Aqua Fit mitgemacht und Christian hat Volleyball gespielt. Den Rest der Zeit haben wir faul in der Sonne gelegen, haben viel gelesen oder sind mal raus auf die kleine Badeinsel geschwommen. Einen Strand gab es leider nicht, aber man konnte schön auf der Gartenmauer sitzen und aufs Meer schauen. Leider hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter, an vier der acht Tagen hat es geregnet und gewittert. Alles in Allem war es aber ein schöner und erholsamer Urlaub! Im Sommer möchte ich allerdings nicht so gerne in dem Hotel sein, wenn es voll belegt ist, stapeln die Menschen sich bestimmt im Pool und in dem doch recht kleinen Restaurant hat man sicherlich keine Ruhe.
In der Zeit danach war ich mit vielen vielen Kleinigkeiten beschäftigt. Ich habe es endlich geschafft, meine
Fotoalben auf Vordermann zu bringen. Alle Fotos bis zu diesem Sommer sind eingeklebt und ordentlich beschriftet. Das einzige Problem ist, dass ich so langsam nicht mehr
weiss, wo ich mit all den
Fotoalben hin soll. Es wird Zeit
anzubauen ;-) Auch mein Auto ist endlich aufgeräumt und mein Zimmer bis in die letzten Eckchen und
Ritzchen blitzeblank geputzt. Für irgendwas muss die lange Zeit ja auch gut sein, zumindest meine
Todo-Liste ist weitestgehend abgearbeitet. :-)
Am Wochenende nach dem Urlaub stand dann unser großes Familienwochenende an. Zum ersten mal seit etlichen Jahren ist die ganze Familie vereint in ein Hotel am malerischen
Sorpesee im Sauerland eingefallen. Ganze 34 Personen zählt unser Haufen. Wir haben die Zeit sehr genossen, sind mit dem Ausflugsschiff einmal quer über den See gefahren, haben uns selbst sportlich beim
Tretbootfahren betätigt und haben faul in der Sonne gelegen. Abends wurden wir herrlich
bekocht und es wurde bis früh am Morgen gefeiert.
Letzte Woche hat dann quasi der Ernst des Lebens wieder angefangen. Ich habe mich entschlossen, nicht mehr weiter zu Hause
rumzuhocken und auf bessere Zeiten zu hoffen und bin nun wieder Studentin. Ich studiere im
Master of Arts in
Finance Programm an der Wiesbaden Business
School der Hochschule Rhein-Main (seit 1.9. tragen die Uni und der Fachbereich diese tollen Namen). Letzte Woche hat nun also das
Einführungsprogramm begonnen, welches allerdings eher enttäuschend war, da fast alle Veranstaltungen nur für
Bachelor Studenten gedacht waren. Gestern war der erste
Vorlesungstag und ich war ehrlich gesagt fix und fertig, als ich endlich zu Hause war. Die Vorlesungen waren interessant und es wurde gleich
deutlich, dass der Anspruch sehr sehr hoch ist. Bis nächste Woche müssen wir gleich eine Präsentation vorbereiten und für
Unternehmensrechnung muss ich wohl einiges aufarbeiten. Dennoch bin ich froh, wieder etwas zu tun zu haben! Heute fallen die Vorlesungen komplett aus, aber morgen stehen wieder zwei neue Fächer an.
Ein paar Bücher habe ich auch noch fertig gelesen. Im Urlaub habe ich "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von
Tracy Chevalier nahezu verschlungen. Die Autorin schildert sehr fantasievolle Geschichte um das berühmte Bild des Malers
Vermeer und sie beschreibt sehr eindrucksvoll "ganz nebenbei" das Leben der Menschen in
Delft im 17. Jahrhundert. Ganz toll sind auch die Beschreibungen der Wirkung von Farbe und kleinster Details eines Bildes. Kann ich nur empfehlen :-)
Nach diesem tollen Buch fiel es mir ein wenig schwer mich in "Jägerin der Zeit" von Kathrin Lange einzulesen. Es handelt von der byzantinischen Kalenderreform, die mal eben 300 Jahre in die Zeitrechnung einfügt, die es eigentlich nicht gegeben hat. Die
so genannten "
silentiarii" bringen jeden zum Schweigen, der
zu viel darüber weiß. Die Äbtissin Alexandra und ihr "Mündel"
Sophia werden in die Intrigen des Geheimbundes hineingezogen und helfen schließlich bei der Durchsetzung der Reform. Im Prinzip ein spannendes Thema, allerdings waren die Beschreibung der Hintergründe der Reform teilweise zu
detailliert, dann aber wieder viel zu oberflächlich um sie wirklich zu verstehen. Auch das Ende hat mir nicht so gut gefallen, aber immerhin habe ich bis dorthin durchgehalten :-)
Zum nächsten Buch brauche ich eigentlich gar nichts mehr sagen. "P.S. Ich liebe dich" von
Cecelia Ahern war einfach fantastisch! Tolle Sprache, tolle
Story, tolle Charaktere... zum Weinen schön :-)